Stand: 28. September 2026 · Source-first Referenz57 dokumentierte Agenten & Plattformen · Keine bezahlten Rankings

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Arten von KI-Agenten: von Recherche bis Enterprise Automation

KI-Agenten lassen sich sinnvoller nach Aufgabe und Handlungsspielraum unterscheiden als nach Marketingbezeichnungen. Häufige Gruppen sind Recherche-, Coding-, Workflow-, Customer-Service-, Sales-, Daten- und Enterprise-Agenten.

Kurzantwort

KI-Agenten lassen sich sinnvoller nach Aufgabe und Handlungsspielraum unterscheiden als nach Marketingbezeichnungen. Häufige Gruppen sind Recherche-, Coding-, Workflow-, Customer-Service-, Sales-, Daten- und Enterprise-Agenten.

Recherche-Agenten

Sie suchen über mehrere Schritte, vergleichen Quellen und erstellen strukturierte Ergebnisse.

Coding-Agenten

Sie arbeiten an Codebasen, bearbeiten Dateien, führen Tests oder Terminalbefehle aus und bereiten Änderungen vor.

Workflow- und Automationsagenten

Sie verbinden Apps, APIs und wiederkehrende Geschäftsabläufe.

Service- und Sales-Agenten

Sie bearbeiten Kundenanfragen, recherchieren Accounts oder unterstützen Vertriebsprozesse.

Enterprise-Agenten

Sie arbeiten mit Unternehmensdaten, Berechtigungen, Governance und fachlichen Kernsystemen.

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Die Theorie wird verständlicher, wenn man reale Produkte vergleicht. AgentenIndex dokumentiert 57 Agenten und Plattformen mit offiziellen Quellen.

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Arten von KI-Agenten nach Aufgabe

Recherche-Agenten

Suchen und verbinden Informationen über mehrere Quellen und erstellen nachvollziehbare Ergebnisse.

Coding-Agenten

Arbeiten mit Repositories, Dateien, Terminal und Tests, um Softwareaufgaben zu bearbeiten.

Automatisierungs-Agenten

Verbinden Modelle mit Apps, APIs und Workflows und wählen innerhalb gesetzter Grenzen nächste Schritte.

Service- und Sales-Agenten

Bearbeiten Kundenanliegen, nutzen CRM- oder Helpdesk-Kontext und führen definierte Aktionen aus.

Enterprise-Agenten

Arbeiten mit Unternehmenswissen, Rollen, Berechtigungen und geschäftlichen Workflows.

Legal- und Fachagenten

Nutzen spezialisierte Datenquellen und Workflows für domänenspezifische Wissensarbeit.

Arten nach Autonomie

Eine zweite Einteilung betrachtet nicht die Aufgabe, sondern den Handlungsspielraum. Geführte Agenten benötigen häufig Bestätigung. Delegierte Agenten bearbeiten ein begrenztes Ziel bis zum Ergebnis. Kontinuierliche Agenten reagieren auf Zeitpläne oder Ereignisse. Multi-Agent-Systeme verteilen Teilaufgaben an mehrere spezialisierte Komponenten.

Arten nach Ausführungsumgebung

Chat-/App-Agentarbeitet innerhalb einer bestehenden Anwendung wie Chat, Workspace oder CRM
Browser-/Computer-Agentinteragiert mit Webseiten oder grafischen Oberflächen
Workflow-Agentwird über Trigger, APIs oder Automationsplattformen gestartet
Entwickler-Agentarbeitet in IDE, Terminal oder isolierter Coding-Umgebung
Enterprise-Agentist in Identitäts-, Daten- und Governance-Strukturen einer Organisation eingebettet

Welche Art ist die richtige?

Die passende Kategorie ergibt sich aus dem Problem. Wenn ein Prozess vollständig vorhersehbar ist, reicht oft Automation. Wenn Informationen aus vielen Quellen bewertet werden müssen, passt ein Recherche-Agent. Wenn der Agent reale Aktionen ausführen soll, werden Berechtigungen und Human-in-the-loop wichtiger als die reine Modellqualität.

Eine praktische Agenten-Taxonomie

TypHauptzielTypische ToolsWichtige Kontrolle
RechercheInformationen beschaffen und synthisierenWeb, Dateien, DatenquellenQuellenprüfung
CodingSoftware verändernRepository, Terminal, TestsCode Review und Secrets
AutomationApps und Prozesse verbindenAPIs, SaaS, WorkflowsSchreibrechte und Logs
Service/SalesKundenprozesse bearbeitenCRM, Helpdesk, KnowledgeIdentität, Übergaben, Richtlinien
Enterprisegeschäftliche Aufgaben im Organisationskontextinterne Daten, Rollen, SystemeGovernance und Berechtigungen
Fachagentdomänenspezifische WissensarbeitSpezialdatenbanken, DokumenteFachreview

Reaktive und proaktive Agenten

Reaktive Agenten starten durch eine Anfrage. Proaktive Agenten können auf Ereignisse, Zeitpläne oder Zustandsänderungen reagieren. Ein Support-Agent ist beispielsweise reaktiv, wenn er nur eingehende Fragen beantwortet. Ein Monitoring-Agent wird proaktiv, wenn er selbstständig neue Signale prüft und bei einem Schwellenwert aktiv wird.

Single-Agent oder Multi-Agent

Ein einzelner Agent ist einfacher zu testen und zu betreiben. Multi-Agent-Systeme lohnen sich, wenn Teilaufgaben wirklich unterschiedliche Rollen, Tools oder Berechtigungen erfordern. Die bloße Aufteilung einer Aufgabe auf mehrere „Personas“ bringt nicht automatisch bessere Ergebnisse.

Generalisten und Spezialisten

Generalistische Agenten können viele Werkzeuge und Aufgaben abdecken, benötigen aber gute Routing- und Berechtigungslogik. Spezialisten sind enger begrenzt und dadurch oft leichter zu evaluieren. In Unternehmen entsteht häufig eine Kombination: eine zentrale Oberfläche leitet Aufgaben an spezialisierte Agenten oder Workflows weiter.

Wie AgentenIndex kategorisiert

AgentenIndex ordnet ein Produkt nach seinem primären praktischen Einsatz ein und kann zusätzliche Merkmale separat erfassen. Eine Plattform wie Microsoft Copilot Studio ist deshalb eher „Automatisierung/Plattform“ als ein einzelner Consumer-Agent. Ein Produkt wie ChatGPT Deep Research fällt in „Recherche“, obwohl es Teil einer größeren Anwendung ist. Diese Trennung soll Vergleiche fairer machen.

Fünf Fragen zur Auswahl

  1. Welche Aufgabe soll tatsächlich erledigt werden?
  2. Welche Daten und Tools werden benötigt?
  3. Wie viel Autonomie ist wirklich nötig?
  4. Welche Fehler wären akzeptabel, welche nicht?
  5. Wie wird Erfolg gemessen und kontrolliert?

Konkrete Beispiele aus dem AgentenIndex

Bei Recherche-Agenten gehören ChatGPT Deep Research, Gemini Deep Research, Claude Research und Perplexity Deep Research zu den bekannten integrierten Research-Funktionen. Im Coding-Bereich stehen beispielsweise OpenAI Codex, Claude Code und GitHub Copilot Coding Agent.

Automatisierungsplattformen wie Make AI Agents, n8n Agents oder Microsoft Copilot Studio sind wiederum eher Bau- und Orchestrierungsumgebungen als einzelne Endnutzeragenten. Genau deshalb ist die Produktart im Index ein eigenes Feld.

Warum es keine perfekte Taxonomie gibt

Produkte verändern sich schnell und überschneiden Kategorien. Ein Recherche-Agent kann Dateien analysieren, ein Coding-Agent kann Websuche nutzen und eine Enterprise-Plattform kann viele spezialisierte Agenten enthalten. Kategorien sind deshalb Orientierungshilfen, keine harten technischen Grenzen.

Praxisregel

Wählen Sie nicht zuerst eine Agentenart und suchen dann ein Problem. Beginnen Sie mit der Aufgabe, dem benötigten Kontext und den zulässigen Aktionen. Die passende Agentenklasse ergibt sich daraus.